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Alt 24. December 2009, 00:13   #1
Allen-Jix
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Allen-Jix hat 0 Renommeepunkte
Standard Luger P08 Pistole 08

hab mir vor kurzem eine P08 als deko gekauft. nun ist sie heute angekommen. ich bin ehrlich gesagt enttäuscht von den dekoabänderungen. aus dem lauf wurde ein stück herausgeschnitten!

nix mit schweisspunkten. wer macht den bitte solche dekoabänderungen? das zerstört doch die ganze waffe? der verkäufer hat auch nix davon erwähnt und aus seinen bilder hat man das auch nicht heraus gesehen. zudem meinte er noch zu mir das man sie spannen und abschlagen kann, was aber auch nicht geht! wenn ich glück hab krieg ich mein geld wieder aber da es ein privatkauf war hab ich eigentlich kein rückgaberecht. hätte ich das gewusst hätte ich die waffe nicht gekauft. ansonsten sieht sie ja gut aus aber das mit dem lauf ist einfach ein unding. zur not warte ich ein paar jahre und verkauf sie dann, um wenigstens das geld wieder rauszukriegen.

hab grad mal bei Sauer auf der website geguckt. da sieht die eine Luger genauso aus! müssen die waffen so auf deko umgeändert werden?

Geändert von Allen-Jix (24. December 2009 um 02:38 Uhr).
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Alt 24. December 2009, 07:50   #2
Michael
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Michael hat 25 Renommeepunkte
Standard

Ordnungsgemäß abgeänderte Deko-Kurzwaffen lassen sich nicht mehr spannen und abschlagen.

Notwendige Abänderungen:

- Patronenlager verschweißt

- Lauf mit einem Schlitz von mindestens 4mm Breite auf die ganze Länge geschlitzt oder kalibergroße Bohrungen alle 3cm

- Verschlußboden im 45 Grad Winkel abgeschrägt und Schlagbolzenloch verschweißt

- Der Auslösemechanismus im Griffstück muss dauerhaft blockiert sein

Gruß

Michael
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“The 10mm Auto retains more kinetic energy at 100 yards than the .45 ACP has at the muzzle”
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Alt 24. December 2009, 08:01   #3
Michi
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Mach doch mal Fotos der Pistole. Es ist halt doch ratsam sich vor dem Kauf immer etwas genauer mit dem Objekt der Begierde zu befassen um solchen Fehltritten vorzubeugen.
Was für einen 08 hast Du denn erworben?
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Alt 24. December 2009, 20:25   #4
Allen-Jix
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naja bisher hab ich nur Sturmgewehre, Repetierer und ein MG gekauft. deshalb wusste ich nicht das die Pistolen als Deko so zerstört werden.

die luger ist die hier.

http://www.egun.at/market/item.php?id=2554025

auf dem einen bild sieht man das sie aufgeschnitten ist aber auch nur wenn man ganz genau hinguckt. genau bei dem bild hab ich nur auf die stempel geachtet. generell bin ich ein sehr vorsichtiger mensch der erstmal ein paar fotos extra anfordert aber da der verkäufer so einen netten eindruck gemacht hat. naja es scheisst einen immer mal an. damals als ich meinen enfield gekauft hab war auch das Visier verschweisst (so das man keine andere entfernung einstellen kann), wovon der verkäufer nix erwähnte.
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Alt 24. December 2009, 22:49   #5
MOIN
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Zitat:
Zitat von Allen-Jix Beitrag anzeigen
auf dem einen bild sieht man das sie aufgeschnitten ist aber auch nur wenn man ganz genau hinguckt.
auf bild 4 und 5 sieht mans.wobei er den schnitt bei bild 5 so in den schatten gedreht hat das man es nur schlecht sieht.
nicht ganz die feine englische art...

aber ich finde die abänderung noch ok.die seitlich geschlitzten sind viel schlimmer!
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gruß

moin
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Alt 25. December 2009, 07:19   #6
grauwolf
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Was mich immer wieder regelmässig umhaut, ist der Erlös und die Zahl der Seitenaufrufe solcher Waren!
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Alt 25. December 2009, 08:51   #7
Michi
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@Allen Jix

Was Du da erworben hast ist eine sogenannte VoPo (Volkspolizei) Luger aus der DDR. Diese Pistolen stammen zumeist aus Krigesbeute welche die Besatzungsmacht den Behörden der DDR zur Verfügung gestellt hatte. Allerdings wurde an diesen Pistolen kaum etwas unverändert gelassen. In der Regel wurden solche Beutewaffen komplett zerlegt, und aus den Brauchbarsten Teilen "neue" Pistolen zusammen gesetzt. Zum Schluss wurden die so zusammengeschusterten Waffen neu Brüniert und bestempelt und mit neugefertigten Plastikgriffschalen, welche sofort an den konzentrischen Kreisen zu erkennen sind, versehen.
So ist es gut möglich, dass solch eine VoPo-Luger ein Mix aus mehreren Waffen ist, beispielsweise ein Mausergriffstück mit Erfurt Lauf und DWM Teilen.
Solche Pistolen sind bei Sammlern eigentlich nicht sonderlich beliebt obwohl es sich auch auf eine gewisse Art und Weise um ein "historisches" Stück handelt. Ich kenne einige Besitzer solcher Vopo's welche die Waffe lediglich für den Besuch auf der Schiessbahn erstanden haben weil ihnen die "Orginalstücke" zu schade sind.
Ob die Pistole in Dein angestrebtes Sammelgebiet passt musst Du nun selber entscheiden, da Du bisher aber wohl mehr auf Bewaffnung aus dem 2.Weltkrieg und der Zeit davor aus gewesen bist, kann ich mir nicht vorstellen, dass Du so ganz glücklich werden wirst mit dem Kauf. Besonders der Preis erscheint mir doch ziemlich hoch, auf Börsen sind solche VoPo-Luger in der Regel ab 250 Euro aufwärts je nach Zustand erhältlich (scharf, ob die Deko's teurer gehandelt werden weiss ich nicht, bezweifle ich aber auch stark).
Ich habe selber auch mal über 10 Parabellumpistolen in meiner Sammlung besessen und bin auch immer noch fasziniert von diesen Stücken. Wenn Du Dich wirklich damit befassen möchtest, und ein oder mehrere schöne zeitgenössische Stücke für Deine Sammlung kaufen willst, hast Du bei diesem Sammelthema das Glück, dass es anständige Literatur darüber gibt.
Das Buch von Joachim Görz "Die Pistole" 08 ist heute noch im Handel erhältlich und Perfektes Nachschlagewerk wo genau solche Infos und Details aufgeführt sind. Wenn Man bedenkt wie hoch gewisse Lugervarianten gehandelt werden und auf wieviele Details man beim Kauf achten muss um nicht ein böses erwachen zu erleben, lohnen sich die knapp 50 Euro für das Werk allemal.
Was ich eben auf den Auktionsbildern erkannt habe ist auch das typische Magazin aus DDR-Fertigung. Wenn Du mal genauere Fotos der Waffe einstellst, auch von der Oberseite lässt sich noch mehr darüber sagen. Was der Verkäufer mit dem "seltenen Code 42" meint ist mir ein Rätsel. Ich nehem an, dass auf dem Mittelgelenk Deiner 08 einfach nur die Zahl 42 eingestempelt ist, welches das vierte codierte Fabrikzeichen der Firma Mauser war. Dies wurde so bei allen Mauserpistolen von 1939 bis 1941 verwendet und erst danach durch die Codierung "byf" abgelöst. Wenn Man bedenkt, dass Mauser in der Zeit zwischen 1939 und 1941 etwas über einer halben Million solcher Pistolen hergestellt hat, ist die Codierung eigentlich nicht besonders selten.
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Geändert von Michi (25. December 2009 um 08:57 Uhr).
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Alt 25. December 2009, 13:10   #8
Allen-Jix
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Allen-Jix hat 0 Renommeepunkte
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bei Sauer hab ich ne P38 gesehen wo der lauf richtig schlecht abgeändert wurde, dafür wollte er trotzdem noch 300 euro.

@E.Hunter danke für die info. als ich die waffe zum ersten mal in den händen hatte war mir klar das es ein russlandrückläufer ist.

man hat die waffe auch versucht nummergleich zu machen, zumindest teilweise. auf der oberseite ist eine 23 mit einer 86 überstempelt.

müsste der code nicht eigentlich S/42 heissen?

wenn sie in der DDR verwendet wurde finde ich das nicht schlimm. für mich ist eine Luger eine Luger und da sie von Mauser ist wollte ich sie (zudem vorkriegsproduktion) haben. sicherlich sind Lugerpistolen keine seltenheit schliesslich wurden sie seit dem WWI produziert.
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Alt 25. December 2009, 13:27   #9
Michi
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Michi hat 18 Renommeepunkte
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Den S/42 Code gab es in drei Ausführungen. Mit kursiv geschriebenem S vor der 42 (1934), Ein S welches grösser ist als die Zahl 42 welches bei Pistolen aus den Jahren 1934 und 1935 zu finden ist und das von 1936 bis 1940 verwendete S/42 bei dem sowohl Buchstabe als auch zahl in gleich grosser Druckschrift eingestempelt wurden.
Den Stempel welcher Deine Pistole offenbar ziert ist wie oben schon erwähnt der Firmencode welcher von 1939 bis 1941 verwendet wurde, also für ca 500'000 Pistolen. Ab 1941 wurde statt der 42 dann die Buchstabencodierung "byf" verwendet.
Stell halt mal gescheite Fotos ein, dann findet man auch mehr heraus. Ich tippe übrigens darauf, dass Dein Griffstück nicht aus Mauserfertigung stammt da ein gewisses mausertypisches Merkmal fehlt oder zumindest nicht erkennbar ist. Geh also davon aus dass diese Pistole nur teilweise aus Mauserteilen besteht, wie Du auf eine Vorkriegsproduktion kommst, erschliesst sich mir ehrlich gesagt nicht.
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Alt 25. December 2009, 14:00   #10
Der Sheriff
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Zitat:
Zitat von E.HunteR Beitrag anzeigen
Ich tippe übrigens darauf, dass Dein Griffstück nicht aus Mauserfertigung stammt da ein gewisses mausertypisches Merkmal fehlt oder zumindest nicht erkennbar ist. Geh also davon aus dass diese Pistole nur teilweise aus Mauserteilen besteht, wie Du auf eine Vorkriegsproduktion kommst, erschliesst sich mir ehrlich gesagt nicht.
Genau das gleiche wollte ich auch gerade schreiben.

Allen Jix, kauf´ Dir doch bitte mal Fachliteratur, wenn Du nicht dauernd irgendwelche Reinfälle erleben willst.

Oder - noch besser: Frage hier im Forum vor einem Kauf und nimm´ wenigstens ab und zu einen Rat an. Wir meinen´s (meist) wirklich gut.

Gruß,

Bernhard
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Alt 25. December 2009, 15:45   #11
Michi
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Michi hat 18 Renommeepunkte
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Ohne Aussagekräfiges Foto lässt sich das natürlich nur vermuten. Zumindest auf den Auktionsbildern sind die sogenannten "Mauserohren" am Griffstück nicht zu erkennen woraus ich dann folgere, dass es ein Griffstück aus anderer Fertigung ist.
Allerdings hatte ich selber auch mal eine Mauser 08 von 1937 in der Sammlung, dort waren die Ohren auf den Fotos auch kaum erkennbar.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg DSCI0012.jpg (96.5 KB, 69x aufgerufen)
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Alt 25. December 2009, 18:23   #12
Gunner
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Hallo Allen-Jix

ich habe mir mal die beiden Bilder runtergeladen und etwas mit Pain.net an Größe, Helligkeit und Kontrast gespielt, aber die mausertypischen Rundungen am Ende des Griffstücks zeigen sich bei der Vopo 08 nicht.

Im Gegensatz zu einigen Anderen bin ich durchaus der Meinung, daß auch eine Vopo 08 historischen Background hat und sammelwürdig ist. Ohne diese letzte deutsche Ordonanz-08 wäre eine Sammlung nicht komplett.

Und wie stark Ost-Militaria im Preis gestiegen sind, brauche ich nicht zu erwähnen.

Wenn Dir aber diese Pistole absolut nicht gefällt, kannst Du den Verkäufer immer noch darauf festnageln, daß sie im Gegensatz zu dem Angebotstext (Seite speichern, bevor sie abläuft!!) nicht gespannt und abgeschlagen werden kann. Dies ist eine grob falsche Beschreibung (die der Verkäufe wohl des öfteren überarbeiten mußte...) und der Verkauf sollte rückgängig gemacht werden können.

Es grüßt
der Gunner
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Sie sind unbewaffnet! Das ist gegen die Vorschrift! !(Aeryn Sun zu John Crichton in Farscape)

Nichts ist gut in Afghanistan! (Margot Käßmann, Heiligabend 2009 )

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Alt 25. December 2009, 19:52   #13
Melanie_Daniels
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Zitat:
Zitat von Allen-Jix Beitrag anzeigen
generell bin ich ein sehr vorsichtiger mensch der erstmal ein paar fotos extra anfordert aber da der verkäufer so einen netten eindruck gemacht hat. naja es scheisst einen immer mal an. damals als ich meinen enfield gekauft hab war auch das Visier verschweisst (so das man keine andere entfernung einstellen kann), wovon der verkäufer nix erwähnte.
Ich sag das jetzt nur sehr ungern so deutlich, aber ...

Es gibt bei Egun auch Verkäufer, die noch weniger von der Materie verstehen als Du, auch wenn das nach manchen von Deinen Beiträgen gelegentlich schwer vorstellbar ist. Und das mit dem Fotografieren ist auch nicht jedermanns Sache, wobei weniger an Unfähigkeit als am Equippment scheitern.

Ich bin zuletzt an jemanden geraten, der als Neuling vier Gewehre eingestellt hatte. Bei zwei der vier Waffen war erahnbar, daß der Handschutz fehlt. Auf Nachfrage bekam ich die Rückfrage: Was ist ein Handschutz ?

Nun denn: Es stellte sich heraus, daß die Waffen aus einer Erbmasse stammen und die Erben von Waffen absolut nichts verstanden. Zudem wurden die Fotos mit einem Handy gemacht.

Soll heißen: Der Schlitz im Lauf ist wie Du zu Recht inzwischen selbst feststellst auf einem der Fotos durchaus erkennbar. Und für einen Laien ist "Spannen und Abschlagen" das Zurückziehen des Verschlusses und die Beweglichkeit des Abzuges. Daß der dazu eigentlich auch Einrasten muß, fehlt -wie ich auch schon feststellen durfte- häufig an Erkenntnisstand. Und wenn ich mich richtig erinnere, aber da kann ich mich durchaus irren, ist bei der BKA-Zulassung Nr. 163 für die 08 der Abzug beweglich. Und in diese Kategorie gehört auch das Problem mit der Enfield-Visierung. Daß das einmal durchgeht, passiert bei vorhandenem Bajonetthalter sogar manchmal Leuten, die sich auskennen.

Mit anderen Worten: Nicht alle Unzulänglichkeiten sind darauf zurückzuführen, daß irgendjemand ein Gauner ist. Und deutlich reduzierbar wären solche Erlebnisse, wenn Du das Geld, das Du bei einer gewissen AK und bei dieser Waffe zu viel bezahlt hast, in eine solide Grundausstattung an Literatur investiert hättest. Trotz der relativ hohen Preise für Fachliteratur kommt man mit rund 1.800,-- € ziemlich weit.
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Alt 25. December 2009, 20:53   #14
vollernter
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vollernter hat 0 Renommeepunkte
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nochmal kurz zu den mauserbacken:

die wurden erst ab 1937 eingeführt, griffstücke vorher und bis ca mitte 1937 waren
hinten gerade, eine zeitlang hat sich das evtl. sogar überschnitten, um dann nur noch
mit solchen backen produziert zu werden.

ich kenne einige S42 und nur die 1937er haben beide griffstücke.
ich nehme auch an, dass in dieser zeit des wechsels auch die goldangelassenen
abzüge, zerlegehebel und sicherungshebel weggefallen sind und die aufwendige arbeit
des anlassens durch einfaches tauchbrünieren ersetzt wurde.

ein bekannter von mir hat eine S 42 von 1936 erwerben können.
diese waffe wurde von der witwe des soldaten, der sie einst geführt hat, verkauft.
inkl. aller zubehöre wie tasche und schraubendreher.
des ding is ein echter hammer, wahnsinn, eben nicht tiefschwarz brüniert, sondern
bläulich, alles nummerngleich inkl. beider magazine.

anbei mal ein foto, wenns auch kein gutes ist.
kaufpreis war übrigens 500 euro gradaus, also geschenkt in diesem zustand.
ob das holzbodenmagazin dazugehört hat, kann ich nicht mehr genau sagen.
die waffe ist garantiert nicht überarbeitet. ein echtes schmankerl.

gruss,

volli

Geändert von vollernter (31. October 2010 um 21:38 Uhr).
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Alt 27. December 2009, 19:26   #15
Allen-Jix
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die griffschalen sind ja nicht original. die meisten P08 die ich gesehen hab hatten, wie sagt man, diese fischhaut griffschalen. die brünierung sieht für mich auch typisch nach nem Russlandrückläufer aus (die von der Wehrmacht sieht ja anders aus). ich denk mal schon das sie nach dem krieg in der DDR weiterverwendet wurde. wurde ja mit der MP44 auch so gemacht. das find ich persönlich nicht schlimm, gehört zu der geschichte der waffe dazu.

@vollernter wirklich klasse luger! vor allem die schöne original brünierung.
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