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Alt 28. July 2009, 01:29   #1
E=mc²
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Standard Restaurierung eines Diana Mod 35

Hallo.

Ich habe bisher noch kaum Ahnung von Waffen, und bin jetzt, wie in einem anderen Thema schon beschrieben, zu einem Luftgewehr gekommen, dass schon bessere Zeiten gesehen hat.

Leider weis ich bisher noch nicht, um welchen Hersteller / Modell es sich handelt.

Auch wen das Gewehr vermutlich nicht viel wert ist, würde ich es aus Spass an der Freude gerne wieder herrichten
Wie gehe ich dabei am besten vor?

Zunächst würde ich es ausschaften, komplett zerlegen und die rostigen Teile abschleifen.

Das "Innenleben" könnte wohl auch eine Überarbeitung verkraften.
Was müsste da alles gewechselt werden?
Und wie warscheinlich ist es, dass ich Teile bekomme, ohne den Hersteller zu kennen?

Vor dem Zusammenbauen würde ich die uhrsprünglich lakierten Teile wieder neu lakieren.
Was für ein Lack verwende ich dafür?

Anschliesend würde ich noch den Schaft abschleifen und neu lackieren.

Und da ich für das alles erst im Winter Zeit habe, bleibt noch die Frage was ich jetzt auf die Schnelle machen kann dass sich der Zustand nicht verschlechtert.
Langt es, wen ich das Gewehr gut einöle?
Wen ja, mit welchem Öl?

Hier noch einige Bilder die den Zustand zeigen:











MFG
E=mc²
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Alt 28. July 2009, 17:44   #2
Gunner
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Da hast Du Dir einiges vorgenommen, aber es könnte sich lohnen.

Ich setze Dir in den Anhang mal eine Explo-Zeichnung der HW35, sie könnte sich größtenteils mit Deinem Modell decken.

Größte Vorsicht beim Ausbau des Zylinders, die Feder ist vorgespannt und steht unter einigem Druck, da fliegt die Endkappe gerne durch die Werkstatt.
Schau mal bei den Kollegen von CO2Air nach der Zerlegeanleitung, die ist sehr hilfreich.

Um das Gewehr vorerst zu konservieren genügt es, es satt mit den üblichen Pflege/Reinigungsölen einzusprühen,
als da wären Ballistol, WD40. Brunox und. ähnliche.

Zu Entrosten nach einiger Zeit des Einwirkens mittels feiner Stahlwolle (00 oder sogar 000) den Rostpickeln zu Leibe rücken.
Gegen tiefe Narben hilft nur, den Lauf fest einzuspannen und mit feinem Schmirgelleinen und Öl per Hand zu Schleifen. Dazu reiße oder schneide ich die Leinen in ca. 4cm breite Streifen, die genügend lang sein müssen, um sie mit beiden Händen um den Lauf ziehen zu können, ähnlich wie man Stiefel mit 'nem Lappen poliert. Stelle es Dir wie das Sägen eines Astes mit einem Sägedraht vor.
Hat man die eine Seite des Laufes oder der Hülse glatt, wird er um 180° gedreht, und es geht mit der anderen Seite weiter.
Ist zwar anstregender als mit der Polierscheibe in der Flex oder der Bohrmaschine, aber man kann das Ergebnis feinst beeinflussen.

Ist der Lauf wieder blank, kann man auf die gleiche Art und Weise den Lauf mit dem feinsten Schmirgelleinen und etwas Kreide darauf wieder Hochglanz erreichen.
Abschließend wird er neu brüniert, nicht lackiert !

Es geht natürlich auch mit der Drehbank.

Den Schaft würde ich mit Möbelpolitur versuchen zu retten, er ist ja größtenteils noch in sehr guten Zustand.

Die Mündung wirst Du neu aufbauen müssen, auch dazu gibt es ein gutes Video auf Youtube.

Ersatzteile wirst Du, ohne den Hersteller zu ermitteln, nicht bekommen können, mal Abgesehen von einer Hauptfeder, da kann man Fremdfabrikate ausprobieren, aber bei Dichtungen sehe ich schwarz. Vielleicht taucht nach dem Entrosten der Produzent ja auf....

aufbauende Grüße vom
Gunner
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Geändert von Gunner (28. July 2009 um 17:50 Uhr).
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Alt 28. July 2009, 18:16   #3
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Für die Mündung würde ich mir eventuell eine Alternative zu der gezeigten suchen, denn die Mündung beeinflusst die Präzision der Waffe und den Treffpunkt und sollte möglichst genu gearbeitet werden.

Hintergrund dabei ist, dass wenn die Mündung ungleichmäßig wäre oder durch einen Kratzer beschädigt, auf einer Seite mehr Gase ausströmen als auf der anderen Seite. Diese würden das Geschoss wegdrücken.
Erfahrene Büchsenmacher können die Läufe von kombinierten Waffen so bei einem Munitionswechsel wieder aufeinander abstimmen. Dies wird auch so gemacht. In wie weit bei einen Luftgewehr die Trefferverlagerung statt findet kann ich nicht sagen.
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Alt 28. July 2009, 23:21   #4
E=mc²
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Hallo.

"Polierscheibe in der Flex"
Naja, das währe ja Frefel, das ist was für lange Winterabende in der Werkstadt :-)

Ich habe mitlerweile rausgefunden das es sich im ein Diana Mod 35 handelt, hergestellt in 04 / 79.

Das beschaffen von Ersatzteilen sollte damit kein Problem mehr sein.

Ich habe es gut eingeölt und in ein Plasticksack gesteckt, dort wartet es jetzt bis ich Zeit dafür habe.

Wie weit muss es eigentlich abgeschliffen werden?
Es gibt da ein paar schlecht erreichbare Stellen (die Vertiefungen der Prägungen, die Innenseite des Laufes etc.)

Das mit dem Brünieren statt Lackieren sehe ich ein, mach sin.
Nur, wer macht das? Kann man wohl kaum selber machen, oder?

Der Schaft hat einige Macken und Stellen an denen der Lack abgeplazt ist, daher werde ich es wohl komplett abschleifen und neu lackieren.

Ich habe noch eine Seite mit Infos gefunden und bin grad fleisig am lesen:
co2air

Ich hänge mal noch ein paar Bilder von den Prägungen dran.

Ich werde euch auf dem laufenden halten falls es was neues gibt.

MFG
E=mc²

PS: evtl. könnte ein Admin den Titel dieses Themas umbenennen, einfach in Klammer [Diana Mod 35] dahinter setzen, dann findet man es besser...
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Alt 29. July 2009, 16:22   #5
Spieler 8
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Also die Stempelungen brauchst Du nicht innen abschleifen. Hier müsste es eine andere Lösung geben.

In wie weit die gesamte Waffe abzuschleifen ist kann ich nicht sagen aber bei uns damals in der Werkstatt haben wir mit einem Schmirgelleinen einen Längsstrich drauf gemacht. Ich kanns nicht ganz beschreiben, vielleicht in etwa so wie gebürstetes Aluminium.

Angeblich, ich habe es nur gehört, soll bei einer polierten Oberfläche ein matter Farbton der Brünierung zustande kommen. Ob es so ist oder nicht kann ich nicht sagen, vielleicht weiß ja jemand mehr.
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Alt 29. July 2009, 18:09   #6
Gunner
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Ich hab doch gewußt, daß der Hersteller sich irgendwo verewigt hat....

Zur Aufarbeitung:
Eine hochglanzpolierte Oberfläche bringt eine hochglänzende Brünierung.

Diese kann man kalt in Form von Streichbrünierungen aufbringen, da weis der Büchsenmacher sicherlich Rat, es gibt da sehr viele verschieden Mittelchen.

Die Kunst liegt darin, das Metall klinisch rein, ohne Rost und ohne jegliches Fett/Öl vorzubereiten. Eventuell Sand/Glasstrahlen, dann polieren.

Wer kann, brüniert in einem Brünierbad (heiß).
Dies könnte ich anbieten, sofern Du nicht allzuweit weg wohnst.

Bis dahin rauscht aber wohl noch viel Wasser den Rhein hinab. Auch wenn das Wetter derzeit nicht das beste ist, zum Winter ist es ja noch ein paar Tage hin.

geduldig grüßt
der Gunner
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Alt 20. August 2009, 23:50   #7
marcel
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Zitat:
Zitat von Gunner Beitrag anzeigen
Diese kann man kalt in Form von Streichbrünierungen aufbringen, da weis der Büchsenmacher sicherlich Rat, es gibt da sehr viele verschieden Mittelchen.
Streichbrünierungen und solches Zeug würde ich nicht empfehlen, da das Ergebnis dann sehr unregelmässig rauskommen würde auch wenn du dir noch so Mühe gibst.
Die klassische mir bekannte Methode des Brünierens ist das oxidieren in Natriumhydroxidlösungen, die in der Regel bei 140 bis 180°C arbeiten.
Natürlich hat es da noch sehr giftige oxidierende Salze drin.
Namentlich: Dinatriumhydrogenphosphat und Natriumnitrit.

Ich glaube erlich gesagt nicht, dass sich diese Qualität mit einer Streichbrünierung erreichen lässt.
Am besten suchst du dir eine Galvanik in deiner Nähe und fragst ob di das machen können.
Dann hast du wenigstens Qualität.

gruss marcel
marcel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 4. October 2009, 19:39   #8
E=mc²
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Hallo.

Unser Umzug ist weitgehend über die Bühne, und ich hatte heute mal Lust (und vorallem Zeit) was an der Mod 35 zu machen.

Zunächst hab ich den Lauf am Knickgelenk abgenommen.
Da sich die Sicherungsschraube nicht lösen lies (Bild 1, Schraube wurde regelmäsig mit Kriechöl ein eingesprühr, heiss gemacht), hab ich den Kopf abgebort.
Später werde ich sie sauber rausbohren und das Gewinde nachschneiden.
Da es soch vermutlich um gehärtetes Material handelt, wird das noch lustig...
Da die Bohrung recht genau sitzen muss, sollte das Gewehr dazu in einer Ständerbohrmaschine eingespannt werden, Küchentisch und Ackuschrauber sind hier wohl das falsche Werkzeug.

Als die Sicherungsschraube ab war, konnte ich die Schraube vom Knickgelenk rausdrehen.
Bild 2 zeigt die Distanzscheiben die beitseitig im Knickgelenk am Lauf anliegen.

Die beiden Schrauben auf Bild 3 liesen sich ebenfalls nicht lösen (beim Versuch rauszudrehen rund geworden).
Hier habe ich mit einem Multitool eine Schlitz in den Kopf gemacht, um die Schrauben mit einem Schlitzschraubendreher packen zu können.

Nun habe ich das Gewehr selber zerlegt.
Zunächst muss der rot markierte Stift entfernt werden.
Dieser ist an beiden Enden plat gedrückt, man muss also auf einer Seite den Kopf abschleifen.
Anschliesend wird die Kappe hinten am Gewehr antfernt (kann einfach abgezogen werden).

Jetzt kommt der knifflige Teil, es geht an die Feder.
Ich hab das Gewehr (vorsichtig) im Schraubstock eingespannt.
Ein Helfer hat mit der Rückseite eines Schraubendrehers in das Gewehr gedrückt und die Spannung von den blau makierten Bolzen genommen.
Diese lassen sich dann einfach seitlich heraus schieben.
Nun entspannt man langsam die Feder, dabei fallen einem ein paar Teile aus dem inneren entgegen.
Die Teile auf dem Bild sind schon grob gereinigt, und ich hab schon die Kolbendichtung abgeschraubt.
Eine neue Laufdichtug, neue Kolbendichtung und eine neue Feder (orginal, 7,5 J) sind schon bestellt.

Nächstes mal gehts dann weiter mim entrosten.
Zudem werde ich die Tage mal beim Büchsenmacher meines Vertrauens vorbei schauen und mich zum Theme Brünieren erkundigen.

Zudem hab ich mir gedanken darüber gemacht, wie das Diana später aussehen soll:
Da ich schon ein "klassisches" Diana Mod 35 habe, werde ich bei diesem
den Schaft dunkel lackieren, vermutlich ein dunkles Grau.
Zudem soll ein Zielfernrohr montiert werden.

MFG
E=mc²
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Alt 4. October 2009, 20:23   #9
mbsoldier
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Hallo E=mc²,

Danke für den Bericht. Sehr angenehm zu lesen und äußerst informativ.

Dann wünsche ich noch viel Erfolg für dein Projekt! Der Winter kommt!

Grüße
mbsoldier
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Alt 11. October 2009, 21:42   #10
E=mc²
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Hallo.

Der Winter ist zwar noch nicht gekommen, ich hab aber trotzdem schon mal angefangen...

Ich hab heute das "Gehäuse" (weis einer wie sich das Teil offiziell nennt?) abgeschliffen.
Den oberen, später sichtbaren Bereich habe ich anschließend auch poliert.
Am unteren Bereich habe ich nur den Rost entfernt und die alte Brünierung grob abgeschliffen.
Da der Bereich später nicht sichtbar ist, stört das nicht weiter.
Der Rost ist teilweise recht tief ins Metall eingedrungen, daher musste ich viel Material wegnehmen.
Dadurch mussten leider auch Teile der Gravur dran glauben.

Das "fertige" Teil habe ich großzügig mit WD40 behandelt und dick in Frischhaltefolie eingepackt.
Da es noch eine Weile dauern wird, bis alle Teile fertig sind, halte ich das für einen guten Rostschutz.

Gesten war ich beim Büchsenmacher und hab mich etwas mit ihm unterhalten.
Wen er mal wieder brüniert, kann er die Teile mit machen, extra anschmeisen will er das Bad dafür nicht weils zu viel Strom frisst.
Und er meinte der Spaß würde ca. 100 bis 150 EUR kosten.
Kann sein das ich es über ein Kumpel günstiger brüniert bekomme, wen nicht ist das wohl das Finanzielle Aus für das Projekt, da ich für den Preis schon fast ein gut erhaltenes Diana Mod 75 bekomme...
Kennt jemand eine Alternative zum Brünieren?

MFG
E=mc²
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Alt 11. October 2009, 21:43   #11
E=mc²
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Blubber

Hab die Bilder vergessen, hier sind sie:...

MFG
E=mc²
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Alt 11. October 2009, 22:21   #12
MOIN
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Zitat:
Zitat von E=mc² Beitrag anzeigen
Kennt jemand eine Alternative zum Brünieren?
frag mal bei einem galvanik unternehmen,kosten dort nur einen bruchteil von dem was der büchsenmacher will...
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gruß

moin
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Alt 16. October 2009, 19:06   #13
E=mc²
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Hallo.

Es geht weiter
Ich habe eine Alternative zum brünieren lassen gefunden: Eine defekte Diana Mod 35 bei eGun.
Gezahlt habe ich dafür 56 EUR. Ist zwar eine Haufen Geld für ein Kaputtes Gewehr, aber brünieren würde wohl deutlich teurer kommen.
Das Gewehr wurde 1978 gebaut und die Brünierung ist in einem recht guten Zustand.
Auch der Schaft hat nur ein oder zwei kleine Macken.

Beim Ersteigern habe ich darauf geachtet, dass das Mod 35 eine 11mm Schiene hat, da es auch eine Version ohne gibt.

Auf den Bildern habe ich Kimme und Korn (-tunnel) so wie den Abzug schon demontiert.
Laut Beschreibung läst sich das Gewehr nicht spannen, da "innere Teilen dafür fehlen".
Es fehlen die beiden hinteren Bolzen die das Gewehr verschliesen, der Kolben wurde vom Abzugshebel gehalten.
Zudem fehlt im inneren die schwarzt Hülse mit den drei Kugeln und die kleine Feder darüber.
Daher rastet der Kolben nicht ein.
Zudem ist das Gewehr etwas verbastelt...
Ein Bolzen wurde durch eine Schraube ersezt, einige Schrauben wurden durch andere getauscht.

Ich will nun die "Innereien" meines alten Diana's in das neue bauen.
Eine neue Schaftdichtung, eine neue (orginal-) Feder und die Laufdichtung liegen schon parat.
Da der neue Schaft noch recht gut aussieht und ich den Schaft umlackieren will, werde ich meinen alten, vermackten Schaft überarbeiten und den "neuen" Schaft auf Lager legen.

Wen mir mal die Teile die bei dem neuen Diana Fehlen in die Hände fellen, werde ich die Innereien vom neuen in das alte, polierte LG bauen.

Zudem bin ich noch auf der Suche nach einem geeigneten Zielfernrohr.
Da ich nicht mehr wie 100 EUR ausgeben will, fallen die wirglich guten schonmal raus.
Aber damit beschäftige ich mich später

MFG
E=mc²
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Alt 21. October 2009, 23:35   #14
E=mc²
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Blubber

Da die weitere Aufarbeitung des Laufes und des Gehäuses durch den "Neukauf" des anderen Diana ein abruptes Ende genommen hat, hab ich mal anderweitig weiter gemacht.

Die Tage habe ich das Gewehr wieder montiert, und dabei alle Teile schön eingeölt.
Nach der Montage hab ich auf ein paar Scheiben geschossen, funktioniert soweit alles bestens.

Also habe ich mich die letzten Tage mit den Schaft beschäftigt.
Zunächst hatte ich vor, den Lack anzuschleifen und neu zu lackieren. Als ich danach gegoogelt habe, sind mir aber ein paar Berichte aufgefallen bei denen sich der alte Lack nicht mit dem neuen vertrug und es zu Blasenbildung kam.
Daher habe ich beschlossen, den alten Lack komplett abzuschleifen.
Da der Lack jetzt runter ist, muss ich nicht zwangsweise ein neuen Lack verwenden.
Ich habe mich für eine Lasur entschieden, dadurch bleibt die Maserung noch leicht sichtbar.
Da ich den Schaft dunkel haben will, habe ich bei der Farbe zu "Ebenholz" gegriffen, das war die dunkelste Lasur die ich im Baumarkt bekommen konnte.
Um den Schaft dauerhaft zu schützen, will ich ihn nach dem Lasieren mit einem Klarlack überziehen. Hierbei fiel meine Wahl auf einen Bootslack, das war das "stabilste" was der Baumarkt zu bieten hatte.
Als besonderes Highlight habe ich die Fischhaut und die Rillen am Abzug nicht abgeschliffen.
Beim lasieren will ich um diese Bereiche herum streichen. Ich hoffe, damit eine leichte Farbabstufung hinzubekommen.
Beim Bootslack werde ich es riskieren den alten Lack zu überstreichen, um eine gleichmäßige Oberfläche hinzubekommen.

Ach ja, Lasur und Lack haben zusammen knapp 20 EUR gekostet.

Im Anhang findet ihr ein paar Bilder.
Das erste Zeigt den Schaft von beiden Seiten.
Auf dem Zweiten ist die Fischhaut und die Maserung etwas besser zu erkennen.
Bild Drei zeigt den Vergleich zu einem Schaft in Originallackierung.
Auf dem letzten Bild hab ich noch die Farben abgelichtet.

MFG
E=mc²
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Alt 23. October 2009, 17:08   #15
Gunner
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Sieht bisher wirklich toll aus,
so sauber geschliffen!
Mit dem Bootslack solltest Du vorher unbedingt eine Probe streichen (nicht an dem Schaft).
Die Lacke, die ich von der Jacht eines Bekannten kenne, hinterlassen eine elend dicke Schicht und könnten Dir die Fischhaut "überzementieren", so daß am Ende nur eine leicht unebene Fläche im Fischhautbereicht übrig bleibt.

hochseetüchtig grüßt
der Gunner
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